Dies und Jenes

Will Smith hat allen Ernstes Nein zu Inception gesagt

Hast du das gewusst, dass Will Smith nicht nur „The Matrix“ abgesagt hat, sondern auch die Hauptrolle in „nception“? Yapp, kein Scherz. Ich hab gestern zufällig beim Scrollen durch Twitter (bzw X, hust) ein Interview-Clip gesehen, wo er das ganz locker in einer Radioshow erzählt hat. Und mein erster Gedanke war echt: Alter, was?! Schon wieder?

Man kann ja von Will Smith halten, was man will, aber dass er zwei der einflussreichsten Sci-Fi-Filme unserer Zeit abgelehnt hat, das ist echt eine eigene Liga. Und seine Begründung? Bei „Inception“ meinte er, er hat das Drehbuch nicht kapiert. Zitat: „Ich hab’s nicht verstanden.“ So ehrlich wie selten. Und ganz ehrlich, ich fühl das fast ein bisschen. Wer von uns hat beim ersten Mal schauen nicht auch kurz gedacht: „Warte, welcher Traum ist jetzt nochmal echt?“ Trotzdem, für jemanden mit so viel Hollywood-Erfahrung überrascht’s dann doch.

Er erzählt im Interview mit Kiss Xtra, dass ihn die komplexen Realitäts-Ebenen abgeschreckt haben. Filme, die in alternative Realitäten gehen, lassen sich schlecht verkaufen, meinte er. Lustigerweise hat „Inception“ dann weltweit über 840 Millionen Dollar eingespielt. Wie war das mit dem sich schlecht verkaufen? Haha!

Und „The Matrix“? Da hat er die Rolle von Neo abgelehnt. Weil er den Pitch der Wachowskis nicht verstanden hat. Der war irgendwas mit „du springst und stoppst in der Luft und alle sehen dich in 360 Grad“. Klingt halt eher nach einem Tech-Demo als nach einem Film, wenn man’s so erzählt. Stattdessen hat er „Wild Wild West“ gemacht. Und jeder, der diesen Film gesehen hat, weiß heute, dass das eine Fehlentscheidung par deluxe war.

Noch besser: Auch „Django Unchained“ hat er abgelehnt, weil er meinte, es müsse eine Liebesgeschichte sein und keine Rache-Geschichte. Tarantino hat’s anders gesehen und Jamie Foxx hat abgeliefert. Auch hier wieder, was wäre gewesen, wenn..

Ich mein, klar, wir alle machen Fehler. Aber bei Will Smith ist’s halt so, dass seine Fehler dann auf IMAX-Leinwänden sichtbar werden. Und trotzdem hat er ein Comeback hingelegt, mit dem neuen „Bad Boys“. Respekt dafür. Aber diese verpassten Chancen? Die bleiben.

Vielleicht zeigt uns das Ganze einfach, dass selbst die größten Stars manchmal komplett danebenliegen können. Und dass man nicht immer alles verstehen muss, um mutig zu sein. Wer weiß, was uns entgeht, wenn wir aus Unsicherheit „Nein“ sagen? Vielleicht sollten wir öfter mal trotzdem „Ja“ sagen, selbst wenn uns der Plot nicht ganz klar ist.

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